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Buchhaltung für SaaS in Österreich

Wie übergibst du als SaaS-Anbieter:in in Österreich die Buchhaltung aus weclapp an BMD?

Du startest den BMD-Export in weclapp unter Buchhaltung > Export > BMD für einen Zeitraum und gibst die Datei aus dem Protokoll an deine Kanzlei. Exportiert werden nur festgeschriebene Journalbuchungen, Entwürfe fehlen in der Datei. Laut Funktionsliste der weclapp-Preisseite (Stand Oktober 2026) steht der BMD-Export in allen drei ERP-Paketen; Buchungssymbole und Steuercodes stimmst du vor dem ersten Export mit deiner Kanzlei ab.

Termin vereinbaren: BMD-Übergabe für Österreich klären

Was bringt weclapp für Österreich mit?

weclapp bietet für österreichische Kund:innen einen BMD-Export an. Er läuft auf Journalbasis: Du wählst den Zeitraum, startest den Export und findest die Datei im Protokoll zum Download für die Steuerberatung. Eingerichtet wird er unter Globale Einstellungen > Buchhaltung > Export > BMD Export Einstellungen.

Als Standard-Kontenplan für Österreich führt weclapp den Einheitskontenrahmen Österreich, den du über den Buchhaltungswizard importierst. Die Kanzlei kann auf Wunsch einen kostenlosen Zugang zu deinem System bekommen (laut weclapp-Preisseite, Stand Oktober 2026; die Einzellizenz „weclapp Steuerberater“ ist nur zusammen mit ERP Dienstleistung oder ERP Handel buchbar).

Die Menüpfade stammen aus der weclapp-Hilfe (Stand November 2023); klick sie nach.

Das ersetzt keine Steuerberatung.

Wie sieht die Monatsroutine aus?

Ein fiktives Beispiel: Ein Wiener App-Betrieb mit 800 Abos rechnet überwiegend monatlich ab, also rund 800 Rechnungen im Monat, und arbeitet mit einer BMD-Kanzlei.

SchrittWerWerkzeug in weclappStolperstelle
1. Abo-Rechnungen erzeugenVertrag oder dein AbrechnungssystemAdd-on Vertragsmanagement oder REST-APINummernkreis vorab festlegen (fortlaufende Nummer, § 11 Abs. 1 Z 3 lit. h UStG 1994)
2. Bis zum offenen Posten verarbeitenDuBeleg verarbeiten, im Journal entsteht ein BuchungsentwurfAutomatisches Buchen kann abgeschaltet sein
3. Zahlungen zuordnen und buchenDuZahlungsdienstleister oder Bank, Offene Posten, „Automatisch buchen“Sammelauszahlungen: kein nativer weclapp-Standard, Auflösung mit Zahlungsabgleich 4 weclapp
4. Prüfen und festschreibenDuJournal, Massenaktion FestschreibungDanach nur per Storno korrigierbar
5. Export startenDuBuchhaltung > Export > BMD, Zeitraum, Kennzahlen im Protokoll„Nicht abgeschlossene Belege“ über null: Festschreibung fehlt
6. Datei und Belege übergebenDu und KanzleiProtokoll zum Download, Belege nach AbspracheOb Belege (PDF) mitgehen, beschreibt die Doku nicht
7. Import und RückfragenKanzleiBMD-Software der KanzleiRückfragen zu Steuercodes: Einstellungen vorab abgleichen

Der Export ist schnell gestartet; was in der Datei steht, entscheidet der Vorlauf. Was im Journal noch Entwurf ist, fehlt in der Datei. Ob die Datei die Belege als PDF mitführt, beschreibt die weclapp-Dokumentation nicht. Kläre mit deiner Kanzlei vorab, wie die Belege zu ihr kommen, zum Beispiel über den Steuerberater-Zugang. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Vor dem ersten Export klären

Das ersetzt keine Steuerberatung.

Icon: Regelwerk

Kontenplan

Einheitskontenrahmen Österreich einrichten, Steuer- und Standardkontenzuordnung hinterlegen. Nutzt deine Kanzlei einen anderen Rahmen, gleicht die Konten vorab ab.

Icon: Person

Personenkonten

BMD-konforme Nummern vergeben; bei fünfstelligen Personenkonten nur vierstellige Sachkonten.

Icon: Dokument

Buchungssymbole und Steuercodes

In den BMD Export Einstellungen ansehen und mit der Kanzlei abstimmen.

Icon: Schutzschild mit Haken

Festschreibung

Journalbuchungen müssen festgeschrieben sein, sonst werden sie nicht exportiert.

Abo-Rechnungen: Vertrag oder API?

Beim ersten Weg erzeugt weclapp die wiederkehrenden Rechnungen selbst. Das setzt das Add-on Vertragsmanagement voraus, Listenpreis weclapp, Stand Oktober 2026, 55 € pro Person und Monat.

Beim zweiten Weg legt dein Abrechnungssystem die Rechnungen per REST-API an. Die API gibt es ab ERP Dienstleistung, nicht im Starter: 86 € bei jährlich bzw. 95 € bei monatlich gebuchter Lizenz je Nutzer:in und Monat, netto (Listenpreis weclapp, Stand Oktober 2026).

Rechenschema für den ersten Weg: Paketpreis × Anzahl der Nutzer:innen, plus Add-on für die Personen, die damit arbeiten. Mit einer Person kommst du auf 86 € + 55 € = 141 € bei jährlich bzw. 95 € + 55 € = 150 € bei monatlich gebuchter Lizenz, netto im Monat. Für einen reinen API-Betrieb reicht eine Lizenz ERP Dienstleistung, eine Mindestanzahl gibt es nicht.

Für die Auflösung einer Sammelauszahlung in Einzelzahlungen und Gebühren gibt es keinen nativen weclapp-Standard; wals.pro setzt dafür Zahlungsabgleich 4 weclapp ein. Mehr dazu auf der Seite Abo-Zahlungen den Rechnungen zuordnen. Wie KI beim Einrichten helfen kann und wo ihre Grenzen liegen, beschreibt die Seite KI-Einrichtung für weclapp.

Zahlen auf einen Blick

7 Jahre
Aufbewahrung von Rechnungen in Österreich
15. des zweitfolgenden Monats
Fälligkeit der Umsatzsteuervoranmeldung
0 €
kostenloser Zugang für die Steuerberatung, auf Wunsch des Unternehmens (Einzellizenz nur mit Dienstleistung oder Handel)
3 von 3
ERP-Paketen führen den BMD-Export laut Funktionsliste

Fristen und Pflichten laut RIS und USP. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Welche Frist und welche Angaben gelten bei Abo-Rechnungen?

Frist und Pflicht. Rechnest du an Unternehmen im Inland ab, stellst du die Rechnung innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung des Umsatzes aus; an Privatpersonen bist du dazu in der Regel berechtigt, nicht verpflichtet (§ 11 Abs. 1 Z 1 UStG 1994, RIS). Für sonstige Leistungen an Unternehmen in anderen EU-Staaten, bei denen der Empfänger die Steuer schuldet, gilt eine kürzere Frist: spätestens der 15. Tag des Kalendermonats, der auf den Monat der Leistung folgt (Z 2). Dann gehören die UID-Nummer des Empfängers und ein Hinweis auf seine Steuerschuldnerschaft auf die Rechnung (Abs. 1a). Welcher Fall zutrifft, klärst du mit deiner Kanzlei. Was eine weclapp-Lizenz mit API leistet, steht auf der Seite Buchhaltung für SaaS, Apps und Abo-Geschäft.

Abos. Auf der Rechnung steht der Tag oder der Zeitraum, über den sich die Leistung erstreckt, bei einem Jahresabo also der Jahreszeitraum (Abs. 1 Z 3 lit. d). Bei abschnittsweiser Abrechnung genügt der Abrechnungszeitraum bis zu einem Kalendermonat; ob deine Abo-Leistung darunter fällt, klärst du mit der Kanzlei. Vereinnahmst du Entgelt für eine noch nicht ausgeführte Leistung, etwa bei einem Jahresabo im Voraus, gelten die Rechnungsvorschriften sinngemäß (Z 4). Die Umsatzsteuer entsteht dabei schon mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem du das Entgelt vereinnahmst (§ 19 Abs. 2 Z 1 UStG 1994); nur die Erlöse verteilt die Kanzlei buchhalterisch auf die Monate.

Das ersetzt keine Steuerberatung.

Wie lange bewahrst du auf, und was gilt für die E-Rechnung?

Rechnungen bewahrst du sieben Jahre auf (§ 11 Abs. 2 UStG 1994, § 132 BAO). Die Frist läuft ab Schluss des Kalenderjahres, auf das sich der Beleg bezieht, und länger bei anhängigem Abgabenverfahren. Auf Datenträgern ist sie zulässig, wenn die Wiedergabe vollständig, geordnet, inhaltsgleich und urschriftgetreu gewährleistet ist; bei Unterlagen, die nur auf Datenträgern vorliegen, entfällt die Urschriftentreue (§ 132 Abs. 2 BAO), bei E-Rechnungen laut USP ebenso.

Eine elektronische Rechnung (auch ein PDF per E-Mail) gilt mit Zustimmung des Empfängers, wenn Echtheit der Herkunft, Unversehrtheit des Inhalts und Lesbarkeit gewährleistet sind. Stellst du dieselbe Rechnung in mehreren Formaten aus, weise in der Rechnung darauf hin. Gegenüber dem Bund sind Vertragspartner seit 01.01.2014 zur strukturierten E-Rechnung verpflichtet, übermittelt über das Unternehmensserviceportal oder PEPPOL (USP). Welche Formate weclapp dafür ausgibt, beschreibt die weclapp-Dokumentation nicht. Pflichtangaben, Formate und Kleinbetrag stehen auf der Seite E-Rechnung in Österreich, für deutsche Firmenkunden auf E-Rechnung für Abo-Anbieter:innen.

Das ersetzt keine Steuerberatung.

Was ist für Österreich noch offen?

Umsatzsteuervoranmeldung. Die weclapp-Dokumentation beschreibt nur die Übermittlung über ELSTER, und zwar für das Standardland Deutschland (Seite geändert 17.10.2025); FinanzOnline kommt nicht vor. Eine Voranmeldung aus weclapp an das österreichische Finanzamt ist deshalb nicht belegt. Fällig ist sie spätestens am 15. des zweitfolgenden Monats; bei bis zu 100.000 € Umsatz im Vorjahr gilt das Kalendervierteljahr (Quartal 1 bis 15. Mai), auf Wunsch der Kalendermonat; bei niedrigen Umsätzen kann die Voranmeldung entfallen, das klärst du mit deiner Kanzlei (§ 21 UStG 1994, RIS).

Ist-Versteuerung. Zur ELSTER-Voranmeldung schreibt die weclapp-Dokumentation: „Nein, weclapp unterstützt derzeit nur Soll-Versteuerung.“ In Österreich musst du die Steuer nach vereinnahmten Entgelten berechnen (Istbesteuerung), wenn du für deine gewerblichen Umsätze nicht buchführungspflichtig bist (typisch: Einzelunternehmen mit Einnahmen-Ausgaben-Rechnung), sowie als Freiberufler:in. Kapitalgesellschaften sind in der Regel buchführungspflichtig und versteuern nach vereinbarten Entgelten (Sollbesteuerung). Auf Antrag gestattet das Finanzamt die Sollbesteuerung (§ 17 Abs. 1 und 2 UStG 1994, RIS). Was das für deine Buchungen und den BMD-Export bedeutet, klärst du vor dem Start mit deiner Kanzlei.

Zusammenfassende Meldung. Für Leistungen an Unternehmen in anderen EU-Staaten mit Steuerschuld beim Empfänger ist eine Zusammenfassende Meldung nötig, grundsätzlich über FinanzOnline (USP). weclapp bietet dafür einen Bericht, den der weclapp-Support auf Anfrage freischaltet; die Dokumentation (Seite geändert 13.11.2023) beschreibt ihn für deutsche Verhältnisse. Ob er für die Meldung über FinanzOnline reicht, prüfst du mit deiner Kanzlei.

Das ersetzt keine Steuerberatung.

Wann passt das nicht?

Mehr dazu: DATEV-Übergabe aus weclapp. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Passt

  • Du hast einen SaaS- oder App-Betrieb mit Sitz in Österreich und eine Steuerberatung, die mit BMD arbeitet.
  • Du erzeugst wiederkehrende Rechnungen über Vertragsmanagement oder per REST-API.

Passt nicht

  • Deine Kanzlei arbeitet nicht mit BMD: Dann gilt der Weg der Seite DATEV-Übergabe aus weclapp oder ein anderer Export.
  • Du willst die Umsatzsteuervoranmeldung direkt aus dem ERP an das österreichische Finanzamt senden: Das ist nicht belegt.
  • Du versteuerst nach vereinnahmten Entgelten (Ist-Versteuerung): Die weclapp-Dokumentation nennt zur Voranmeldung nur Soll-Versteuerung; was das für Buchungen und BMD-Export heißt, ist offen. Klär das vorab mit deiner Kanzlei.
  • Du hast viele Privatkund:innen in anderen EU-Staaten (One-Stop-Shop): Das behandelt diese Seite nicht.
  • Du hast nur wenige Rechnungen im Monat und keine Kanzlei-Anbindung: Dann kann ein schlankes Rechnungstool genügen.

Häufige Fragen

Unterstützt weclapp BMD?

weclapp bietet für österreichische Kund:innen einen BMD-Export an. Er läuft auf Journalbasis: Du wählst den Zeitraum und lädst die Datei im Protokoll herunter. Die Funktionsliste der Preisseite (Stand Oktober 2026) führt ihn bei allen drei ERP-Paketen. Exportiert werden nur festgeschriebene Journalbuchungen. Buchungssymbole und Steuercodes prüfst du vorab mit deiner Kanzlei.

Welchen Kontenplan nutzt weclapp in Österreich?

Als Standardkontenrahmen für Österreich führt weclapp den Einheitskontenrahmen Österreich. Du importierst ihn über den Buchhaltungswizard, Deutsch als Sprache. Welche Konten du tatsächlich bebuchst und welche Gewinnermittlungsart gilt, legt deine Kanzlei fest; weclapp selbst berät dazu nicht und verweist an die Steuerberatung. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Muss meine Kanzlei in weclapp arbeiten?

Nein. Du übergibst die Exportdatei aus dem Protokoll. Möchte deine Kanzlei lieber selbst ins System schauen, kann sie auf Wunsch einen kostenlosen Zugang bekommen (Listenpreis weclapp, Stand Oktober 2026). Welche Rechte der Zugang umfasst, klärst du vor der Einrichtung mit deiner Kanzlei. Aus unseren Projekten: Fast alle unserer österreichischen Kund:innen übergeben aus weclapp an BMD; einzelne arbeiten mit RZL; den Exportweg zu RZL klären wir im Einzelfall.

Brauche ich für Abos das Add-on Vertragsmanagement?

Wenn weclapp die wiederkehrenden Rechnungen selbst erzeugen soll, ja. Das Add-on kostet laut Listenpreis weclapp, Stand Oktober 2026, 55 € pro Person und Monat. Legt dein Abrechnungssystem die Rechnungen per REST-API an, brauchst du das Add-on dafür nicht, aber mindestens ERP Dienstleistung. Für einen reinen API-Betrieb reicht eine Lizenz ERP Dienstleistung, eine Mindestanzahl gibt es nicht.

Kann ich die Umsatzsteuervoranmeldung aus weclapp senden?

In der weclapp-Dokumentation ist für die Umsatzsteuervoranmeldung nur die Übermittlung über ELSTER beschrieben, und zwar für das Standardland Deutschland; FinanzOnline kommt dort nicht vor. Eine Voranmeldung aus weclapp an das österreichische Finanzamt ist deshalb nicht belegt. Die Voranmeldung ist bis zum 15. des zweitfolgenden Monats fällig (§ 21 UStG 1994, RIS). Frag deine Kanzlei, wie sie sie aus den übergebenen Buchungsdaten erstellt. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Was muss ich vor dem ersten BMD-Export einrichten?

Du richtest die Schnittstelle unter Globale Einstellungen > Buchhaltung > Export > BMD Export Einstellungen ein und prüfst dort Buchungssymbole und Steuercodes. Dazu brauchst du eine eingerichtete Buchhaltung, hinterlegte Steuer- und Standardkontenzuordnung, BMD-konforme Debitoren- und Kreditorennummern und festgeschriebene Journalbuchungen. Die Nummernkreise von Personen- und Sachkonten dürfen sich nicht überschneiden. Rückfragen zu Symbolen und Codes klärst du mit deiner Kanzlei.

BMD-Übergabe aus weclapp: Wir klären sie mit dir.

wals.pro ist weclapp-Partner mit Sitz in Wien. Wir begleiten die Übergabe als Projekt; wie der Export bei deiner Kanzlei ankommt, klären wir im Gespräch. Über 125 Unternehmen haben sich für wals.pro AI 4 weclapp registriert; der Einstieg ist dauerhaft kostenlos, ohne Credits.

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