Veröffentlicht von Markus Wals

BMD-Export aus weclapp: Übergabe an die Kanzlei in Österreich

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KI-generierte Illustration: Prozessband aus Beleg, Journal, Buch mit rotem Schloss, Tabellendokument und Bürogebäude mit rotem Ordner. Überschrift: BMD-Export aus weclapp

Kurz gesagt: weclapp hat einen eigenen BMD-Export für Kanzleien in Österreich, du startest ihn unter Buchhaltung > Export > BMD. Er nimmt nur festgeschriebene Buchungen mit; vorher klärst du mit deiner Kanzlei Kontenplan, Personenkonten und Steuercodes.

Transparenz: wals.pro ist weclapp-Partner. Wir richten weclapp ein und bauen Erweiterungen dafür, an einer weclapp-Einführung verdienen wir also mit. Die Angaben zu weclapp stammen aus der weclapp-Hilfe, die steuerlichen aus dem Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS). Steuerberatung bieten wir nicht an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Export läuft auf Journalbasis. Was im Journal noch Entwurf ist, fehlt in der Datei, bis du es festschreibst.
  • Nummernkreise dürfen sich nicht überschneiden. Sind deine Personenkonten fünfstellig, dürfen die Sachkonten laut weclapp-Hilfe nur vierstellig sein.
  • Buchungssymbole und Steuercodes klärst du mit der Kanzlei. weclapp verweist für Rückfragen dazu ausdrücklich an die Steuerberatung.
  • Die Datei liegt im Protokoll. Wie die Kanzlei sie in BMD einliest, beschreibt die weclapp-Hilfe nicht.
  • Zwei Punkte sind offen. Ob Belege als PDF mitgehen und wie die Umsatzsteuervoranmeldung ans österreichische Finanzamt kommt, ist in der Dokumentation nicht belegt.

Was der BMD-Export von weclapp ist

weclapp bietet für Kund:innen in Österreich einen eigenen BMD-Export an. Er nimmt die Buchungen aus dem weclapp-Journal für einen Zeitraum, den du wählst, und schreibt sie in eine Exportdatei. Die Datei holst du aus dem Protokoll und übergibst sie deiner Kanzlei.

In der öffentlichen Roadmap von weclapp hieß es im August 2023, es gebe „bereits eine erste Version“ des Exports. Ob er seitdem erweitert wurde, nennt die Hilfe nicht. Arbeitet deine Kanzlei mit DATEV statt BMD, gilt ein anderer Weg: Laut weclapp-Hilfe können Kund:innen in Österreich und der Schweiz in der Regel mit dem DATEV-Format arbeiten.

Fazit: Der BMD-Export ist der Weg für Kanzleien mit BMD, und er arbeitet nur mit dem, was im Journal festgeschrieben ist.

Was vor dem ersten Export eingerichtet sein muss

Aus der weclapp-Hilfe ergeben sich fünf Voraussetzungen. Die meisten klärst du einmal mit der Kanzlei, danach laufen sie mit.

Voraussetzung Wo in weclapp Mit wem klären
Buchhaltung eingerichtet, Kontenplan Einheitskontenrahmen Österreich Buchhaltungswizard Kanzlei (weclapp berät nicht zu Kontenrahmen)
Steuer- und Standardkontenzuordnung hinterlegt Globale Einstellungen > Buchhaltung Kanzlei
BMD-konforme Debitoren- und Kreditorennummern, fünfstellig möglich, ohne Überschneidung mit Sachkonten Kund:innen und Lieferant:innen Kanzlei
BMD-Schnittstelle mit Buchungssymbolen und Steuercodes Globale Einstellungen > Buchhaltung > Export > BMD Export Einstellungen Kanzlei
Festgeschriebene Journalbuchungen Journal, einzeln oder per Massenaktion du, jeden Monat

Am meisten Rückfragen erzeugen die Nummernkreise. Vergibst du Personenkonten fünfstellig und die Kanzlei führt Sachkonten ebenfalls fünfstellig, überschneiden sich die Bereiche. Lege die Längen deshalb vor dem ersten Kundenstamm fest, nicht danach.

Fazit: Kontenplan, Nummernkreise und Steuercodes entscheidest du einmal gemeinsam mit der Kanzlei, bevor die erste Rechnung entsteht.

So läuft der Export im Monat

Im laufenden Betrieb ist der Export ein kurzer Schritt am Ende einer Kette. Was davor fehlt, fehlt auch in der Datei.

  1. Belege verarbeiten. Rechnungen und Gutschriften laufen über den Workflow bis zum offenen Posten; dabei entsteht im Journal ein Buchungsentwurf.
  2. Zahlungen zuordnen. Bank- und Zahlungsanbieter-Transaktionen gleichen die offenen Posten aus.
  3. Prüfen und festschreiben. Danach kannst du Buchungssätze laut weclapp-Hilfe nicht mehr bearbeiten oder löschen, nur noch per Storno korrigieren.
  4. Export starten. Unter Buchhaltung > Export > BMD wählst du den Zeitraum und startest den Export.
  5. Datei übergeben. Die Exportdatei liegt im Protokoll zum Download für die Kanzlei.

Vor dem Start zeigt weclapp vier Kennzahlen: alle Belege im Zeitraum, bereits exportierte, neue und nicht abgeschlossene. Neu heißt festgeschrieben und noch nicht exportiert. Nicht abgeschlossen heißt Entwurf im Journal. Steht dort mehr als null, fehlt noch eine Festschreibung.

Fazit: Schau vor jedem Export auf „nicht abgeschlossen“; steht dort null, ist der Monat vollständig in der Datei.

Wie die Belege zur Kanzlei kommen

Ob die BMD-Exportdatei die Belege als PDF mitführt, beschreibt die weclapp-Hilfe nicht. Kläre deshalb vor dem ersten Monat, wie deine Kanzlei die Belege bekommt. Zwei Wege gibt weclapp her:

  • Steuerberater-Zugang. Laut weclapp-Preisseite (abgerufen am 4. November 2026) bekommt die Kanzlei auf Wunsch einen kostenlosen Zugang zu deinem System und sieht die Belege dort selbst.
  • PDF-Export. In der Rechnungsliste exportierst du Rechnungsdokumente gesammelt über eine Massenaktion.

Fazit: Lege mit der Kanzlei fest, wie die Belege kommen, bevor sie die erste Datei importiert.

Was steuerlich in Österreich dazukommt

Aufbewahrung. Bücher, Aufzeichnungen und Belege bewahrst du nach § 132 BAO sieben Jahre auf, bei laufenden Verfahren länger. Auf Datenträgern ist das zulässig, wenn sie bis zum Ende der Frist vollständig, geordnet und inhaltsgleich wiedergegeben werden können. Heb deshalb auch die Exportdateien und Protokolle auf.

Umsatzsteuervoranmeldung. Sie ist nach § 21 UStG 1994 spätestens am 15. des zweitfolgenden Monats fällig; lag dein Umsatz im Vorjahr bei höchstens 100.000 Euro, ist das Kalendervierteljahr der Voranmeldungszeitraum, du kannst aber den Monat wählen (Stand 11/2026). Die weclapp-Hilfe beschreibt eine Übermittlung nur über ELSTER und nur mit Deutschland als Standardland. Eine Voranmeldung aus weclapp an das österreichische Finanzamt ist damit nicht belegt; plane sie mit deiner Kanzlei.

Soll- oder Istbesteuerung. Versteuerst du nach vereinnahmten Entgelten, klärst du vor dem ersten Export mit der Kanzlei, was das für deine Buchungen bedeutet.

Das ersetzt keine Steuerberatung.

Fazit: Aufbewahrung und Voranmeldung regelt das Gesetz, nicht die Exportdatei; den Ablauf legst du mit deiner Kanzlei fest.

Wann passt das nicht

  • Deine Kanzlei arbeitet mit DATEV. Dann nimm einen der DATEV-Wege, beschrieben auf unserer Seite DATEV-Übergabe aus weclapp.
  • Deine Kanzlei nutzt eine andere Software. Frag sie, welches Importformat sie liest, und prüfe, ob weclapp es liefert.
  • Du erwartest eine zertifizierte Schnittstelle. Eine Zertifizierung durch BMD nennt die weclapp-Hilfe nicht. Teste den ersten Import deshalb gemeinsam mit der Kanzlei.

Fazit: Der BMD-Export passt, wenn die Kanzlei BMD nutzt und ihr den ersten Import gemeinsam testet.

Quellen und Grenzen

Stand: 4. November 2026.

Der Artikel beschreibt die weclapp-Seite des Exports. Den Import in BMD, die Einstellungen in der Kanzleisoftware und andere Kanzleiprogramme behandelt er nicht. Die Menüpfade stammen aus der weclapp-Hilfe; klick sie vor dem ersten Export nach.

Häufige Fragen

Wo finde ich den BMD-Export in weclapp?

Den Export startest du unter Buchhaltung > Export > BMD. Eingerichtet wird er vorher unter Globale Einstellungen > Buchhaltung > Export > BMD Export Einstellungen.

Warum fehlen Buchungen in meiner Exportdatei?

Meist sind sie im Journal noch Entwurf. Der Export nimmt nur festgeschriebene Buchungen mit; die Kennzahl „nicht abgeschlossen“ zeigt dir vor dem Start, wie viele noch fehlen.

Kann ich eine festgeschriebene Buchung noch ändern?

Nein. Laut weclapp-Hilfe korrigierst du festgeschriebene Buchungssätze nur noch per Stornobuchung.

Ist der BMD-Export in jedem weclapp-Paket enthalten?

Laut Funktionstabelle der weclapp-Preisseite (abgerufen am 4. November 2026) ja, in ERP Starter, Dienstleistung und Handel. Die Funktionstabelle ändert sich gelegentlich, prüf sie deshalb vor Vertragsabschluss noch einmal.

Kann meine Kanzlei direkt in weclapp nachsehen?

Ja, Steuerberater:innen bekommen auf Wunsch der Mandant:innen einen kostenlosen Zugang. Als Einzellizenz ist er laut weclapp-Preisseite nur zusammen mit ERP Dienstleistung oder Handel buchbar. Welche Rechte er umfasst, legst du in weclapp fest.

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