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Veröffentlicht von Markus Wals

Der Versandstatus kommt beim Marktplatz nicht an: Die Prüfreihenfolge für Amazon, OTTO, Kaufland und Mirakl

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Der Versandstatus kommt beim Marktplatz nicht an: Die Prüfreihenfolge für Amazon, OTTO, Kaufland und Mirakl

Kurz gesagt: Bleibt eine Bestellung beim Marktplatz auf „offen“ oder „wartet auf Versand“, obwohl sie in weclapp versendet ist, prüfst du sieben Stellen in fester Reihenfolge. Zuerst, ob Trackingnummer und Versandart in der Lieferung standen, bevor sie auf „Versendet“ ging, dann die Versandart am Lieferschein, den Feed bei Amazon, die Carrier-Zuordnung bei Mirakl-Marktplätzen, die Retourenkennung bei OTTO, Teillieferungen bei Kaufland und zuletzt, ob der grüne Status überhaupt eine Nummer hat.

Die Mails dazu klingen ähnlich: Die Sendung ist raus, im Marktplatz wartet die Bestellung noch auf den Versand. Oder der Versandstatus kommt seit Wochen nicht an. Die Ursachen liegen selten beim Marktplatz, sondern in der Lieferung in weclapp und in dem Moment, in dem sie auf „Versendet“ springt.

Vorab die Rollenverteilung: Bei Amazon, OTTO Market und Kaufland.de schreibt weclapp selbst zum Marktplatz. Wir sorgen mit Fulfillment 4 weclapp dafür, dass die Lieferung in der richtigen Form und Reihenfolge da steht. Bei Mirakl-Marktplätzen und Temu meldet unsere Anbindung den Versand selbst.

1. Kam die Trackingnummer nach dem Status?

Diese Ursache ist unsichtbar: Die Lieferung steht auf „Versendet“, die Trackingnummer steht drin, alles sieht richtig aus. Nur die Reihenfolge stimmte nicht. Der Status wurde zuerst gesetzt, die Nummer kam Sekunden später aus dem Lagersystem nach.

Bei Amazon ist das in der weclapp-Hilfe ausdrücklich beschrieben: Versandart, Lieferbedingung und Trackingnummer müssen in der Lieferung stehen, bevor sie auf „Versendet“ geht. Fulfillment 4 weclapp schreibt Trackingnummer, Versandart und Status deshalb in einem einzigen Schreibvorgang. Ein Lagersystem, das erst den Status meldet und dann die Nummer, erzeugt genau diesen Fehler. In einem Fall betraf das an einem Tag fast alle Sendungen, und die Kund:innen bekamen einen Platzhalter-Link.

Für dich heißt das: Prüfe am Auftrag, wann die Nummer und wann der Status gesetzt wurden. Kommt die Nummer später, liegt die Ursache im Lagerprozess, nicht bei weclapp und nicht beim Marktplatz.

2. Fehlt die Versandart am Lieferschein?

Ohne Versandart gibt es keinen Carrier, den weclapp dem Marktplatz melden kann. Die Nummer allein reicht nicht. Das passiert nach Umstellungen im Lager: Bei einem Händler fiel die Versandart nach einer Einstellung für Mehrpaketsendungen aus allen Lieferscheinen heraus, und ab diesem Tag kam bei Amazon nichts mehr an.

Bei Mirakl-Marktplätzen setzt unsere Anbindung die Versandart schon beim Import je Lieferland. Wer Aufträge von Hand oder über andere Wege anlegt, muss sie nachpflegen.

Für dich heißt das: Öffne eine betroffene Lieferung und sieh auf das Feld Versandart. Ist es leer, trägst du es per Massenbearbeitung nach. Wie die betroffenen Lieferungen danach erneut gemeldet werden, klären wir mit dir je Marktplatz.

3. Amazon: Ist der Feed angekommen?

weclapp überträgt den Versand an Amazon als Feed über die Schnittstelle. Ob er angekommen ist, siehst du im Seller Central unter Lagerbestand, Mehrere Artikel hochladen, Uploadstatus. Dort steht jede Übertragung als Batch mit Ergebnis. Steht dort nichts, ist kein Feed angekommen, und du bist wieder bei Punkt eins und zwei. Steht dort ein Fehler, nennt Amazon den Grund.

Zwei Fallen dazu. Erstens: Platzhalter-Trackingnummern wertet Amazon als „verspätet ausgeliefert“. Fulfillment 4 weclapp schreibt deshalb bei Paketen ohne Label keine Nummer. Zweitens: Das Zusatzfeld für die Tracking-ID in den Amazon-Einstellungen ist nur für Versand außerhalb von weclapp gedacht. Wer aus weclapp versendet, lässt es leer.

Für dich heißt das: Erst Uploadstatus prüfen, dann in weclapp suchen. Nie mit erfundenen Nummern nachhelfen.

4. Mirakl: Passt die Versandart zum Carrier-Code?

Mirakl-Marktplätze nehmen eine Versandmeldung nur mit einem Carrier an, den sie kennen. Unsere Anbindung ordnet deine Versandart in weclapp dem Carrier-Code des Marktplatzes zu, mit einer Vorlage für den Tracking-Link. Bei Standardpaketen passiert das automatisch über technische Kennungen des Carriers, nicht über Namen. Sonderdienste wie Express oder Warenpost legen wir gemeinsam fest.

Die Meldung selbst geht sofort per Webhook und zusätzlich jede Stunde als Sicherheitsnetz. Sie wartet, bis die Lieferung auf „Versendet“ steht und eine Trackingnummer hat. Ohne Nummer passiert nichts, auch kein Fehler. Eine Grenze gibt es: Teilst du eine Bestellung in mehrere Lieferungen, nimmt der Marktplatz die Meldung nicht an. Dann meldest du diese Bestellung im Händlerportal. Bleibt eine Meldung endgültig hängen, bekommst du eine Mail mit der Begründung des Marktplatzes.

Für dich heißt das: Steht die Bestellung nach einer Stunde noch auf „wartet auf Versand“, prüfe die Nummer in der Lieferung und sieh in deinem Postfach nach der Fehlermail.

5. OTTO: Passt die Retourenkennung?

OTTO akzeptiert eine Versandmeldung nur mit einer Retourenkennung, die zu der passt, die bei OTTO hinterlegt ist. Das Retourenlabel muss als DHL Online-Retoure entstehen, nicht als normale DHL-Retoure, sonst stimmt die Kennung nicht. Führst du in weclapp mehrere DHL-Abrechnungsnummern, kann das Label mit der falschen entstehen.

Das erklärt aber nicht jeden Fall. In einer Prüfung von 164 hängenden OTTO-Bestellungen lag es bei 18 an der Kennung. Bei den übrigen war die Kennung richtig, und die Meldung blieb trotzdem aus. Deshalb: erst Kennung prüfen, dann den Rückmeldeverlauf im OTTO-Portal. Ein Wächter, der zweimal täglich jede Lieferung auf eine gültige Kennung prüft, fängt den ersten Fall ab, bevor die Kund:in nachfragt.

Für dich heißt das: Kennung am Retourenlabel gegen die Hinterlegung bei OTTO prüfen. Hängende Lieferungen stoßen wir mit dir gezielt neu an.

6. Kaufland: Kam nur eine Lieferung an?

Bei Teillieferungen lief die Statusmeldung an Kaufland eine Zeit lang auf Auftragsebene statt je Lieferung: Von mehreren Lieferungen mit eigenen Trackingnummern kam eine an. Seit einer Korrektur durch weclapp im Frühjahr 2026 gehen mehrere Trackingnummern je Bestellung. Mehrere Versanddienstleister je Bestellung sind weiterhin nicht vorgesehen.

Für dich heißt das: Steht bei Kaufland alles auf „versandt“, in weclapp aber nur eine Lieferung, prüfe die übrigen Lieferungen auf Status und Nummer. Sie müssen einzeln auf „Versendet“ stehen.

7. Hat der grüne Status überhaupt eine Nummer?

Der tückischste Fall: Die Lieferung steht auf „Versendet“, aber das Feld Trackingnummer ist leer, weil der Carrier das Label abgelehnt hat und der Ablauf den Fehler als Erfolg verbucht hat. Der Marktplatz bekommt einen Versand ohne Nummer und bleibt auf „wartet“.

Hier hilft keine Prüfreihenfolge, sondern eine Stichprobe: Jede versendete Lieferung muss eine Nummer tragen. Fulfillment 4 weclapp zeigt je Carrier und Mitarbeiter:in, welche Labels erfolgreich waren und welche nicht. Dort fällt ein abgelehntes Label auf.

Für dich heißt das: Ein grüner Status beweist keine Nummer. Prüfe stichprobenweise, dass jede versendete Lieferung eine hat.

Prüfreihenfolge zum Abhaken

  1. Trackingnummer vor Status gesetzt? Wenn nein: Lagerprozess ändern.
  2. Versandart am Lieferschein gefüllt? Wenn nein: nachtragen.
  3. Amazon: Feed im Uploadstatus sichtbar? Wenn nein: zurück zu 1 und 2.
  4. Mirakl: Versandart dem Carrier-Code zugeordnet, keine geteilte Lieferung, keine Fehlermail?
  5. OTTO: Retourenkennung passt zur Hinterlegung?
  6. Kaufland: jede Teillieferung einzeln auf „Versendet“?
  7. Hat jede versendete Lieferung eine Nummer?

Nächster Schritt

Wenn bei dir Bestellungen beim Marktplatz hängen, schick uns drei Beispiel-Bestellnummern und den Marktplatz. Im Vorgespräch gehen wir die sieben Punkte an deinen Lieferungen durch, sagen dir, wo es klemmt, und wie die hängenden Lieferungen erneut gemeldet werden.

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