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Antworten für Großhändler:innen

Großhandel: Wie bilde ich Preise und Zahlungsziele ab?

Das Preissystem von weclapp bildet laut Funktionstabelle Staffelpreise, kundenspezifische Preise, Kopf- und Positionsrabatte und mehrere Währungen ab, in allen drei Paketen. Zahlungsziele legst du laut weclapp-Hilfe als Zahlungsbedingungen an, zum Beispiel „10 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto“. Rahmenaufträge im Verkauf gibt es laut weclapp-Hilfe; Paket und Reifegrad klären wir vorab. Die Funktionszeile „Auftragswesen mit Vorkasse, Abschlag und Anzahlung“ führt die Preisseite erst ab ERP Dienstleistung, Lager und Warenwirtschaft nur im Paket Handel.

Das Gesamtbild: ERP für Online-Händler und Großhändler.

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Was das Preissystem abbildet

Im Großhandel hängt der Preis an Kunde, Menge, Vertriebsweg und Währung. Die Funktionstabelle der weclapp-Preisseite nennt für das Preissystem: mehrere Währungen, Staffelpreise, Vertriebswege, Kopf- und Positionsrabatte, Preiskalkulation und kundenspezifische Preise.

Das Preissystem steht in allen drei Paketen. Die Funktionszeile „Auftragswesen mit Vorkasse, Abschlag und Anzahlung“ führt die Preisseite aber erst ab ERP Dienstleistung. Wer Ware lagert und einkauft, braucht das Paket Handel. ERP Handel kostet 163 € je Nutzer:in und Monat bei jährlicher Buchung, netto (Listenpreis weclapp, Stand Oktober 2026).

So sieht der Weg laut weclapp-Hilfe aus: Staffelpreise legst du am Artikel unter „Verkaufspreise“ an oder importierst sie. Sie hängen an der Menge pro Auftrag und Kunde. Einen Preis nur für einen Kunden oder Vertriebsweg speicherst du im Beleg über das Schloss-Symbol. Kundenspezifische Rabatte pflegst du am Kunden, je Warengruppe. Nicht beschrieben ist, in welcher Reihenfolge Staffel, Kundenpreis und Rabatt greifen. Das prüfst du vorab im Mandanten mit echten Beispielartikeln.

Anforderungen im Überblick

Die Tabelle zeigt, was weclapp laut Preisseite und Hilfe für typische Großhandelsanforderungen bietet und worauf du achtest.

AnforderungWas weclapp bietetWo es sitzt (Paket)Worauf du achtest
Kundenspezifische PreisePreis je Kunde oder Vertriebsweg im BelegPreissystem: alle dreibisheriger Preis wird beendet
StaffelpreiseMengenstaffel am Artikel, auch per ImportPreissystem: alle dreiEinheiten unter 1: Staffelwert ab 0,00
RabatteKopf- und PositionsrabattePreissystem: alle dreiReihenfolge mit Staffel testen
Zahlungsziel und SkontoZahlungsbedingungen (Globale Einstellungen)Zuordnung steht nicht in der Funktionstabelle„fällig am 15.“ nicht möglich
MahnwesenMahnlauf, Verzugszinsberechnungalle dreiZinsen und Gebühren: Rechtsfrage
Rahmenbestellung (Einkauf)Bestellwesennur Handelnur bei Abrufen beim Lieferanten
Rechnung als E-RechnungE-Rechnung schreibenalle dreiPflichtfristen: siehe Abschnitt „Rechnung und E-Rechnung“

Zahlungsziele und Mahnwesen

Ein Zahlungsziel heißt: Du lieferst heute, dein Kunde zahlt in 14, 30 oder 60 Tagen. In weclapp legst du dazu Zahlungsbedingungen an, zum Beispiel „10 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto“, ein-, zwei- oder mehrstufig. Rechnungsdatum plus Tage ergibt das Fälligkeitsdatum.

Als Zahlungsbedingung nicht abbildbar sind laut Hilfe „fällig am 15. des Monats“ oder „50 % Anzahlung“. Als Behelfe nennt die Hilfe: das Fälligkeitsdatum in der Rechnung manuell setzen, einen Anzahlungs- oder Abschlagsauftrag anlegen oder Raten über das Aufteilen des offenen Postens abbilden.

Im Beleg wählst du die Bedingung. Ob und wie sie sich am Kunden hinterlegen und in neue Rechnungen übertragen lässt, prüfst du vorab in einem Testsystem. Danach greifen Mahnlauf und Verzugszinsberechnung (alle drei Pakete). Zinssätze und Mahngebühren sind Rechtsfragen.

Für die Übergabe an DATEV gilt laut weclapp-Hilfe: Die Schnittstelle unterstützt nur Zahlungsbedingungen mit höchstens zwei Konditionen, und Einkaufsrechnungen werden ohne Skontoinformationen übertragen. Hast du Bedingungen mit mehr als zwei Konditionen, kläre den Weg vorab mit deiner Steuerberatung. Das ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Rahmenvereinbarungen

Rahmenvereinbarungen mit Kunden über Menge und Zeitraum kommen im Großhandel häufig vor. Laut weclapp-Hilfe kannst du Rahmenaufträge im Verkauf anlegen und daraus Abrufaufträge erzeugen. Zu welchem Paket sie gehören und wie ausgereift sie sind, nennt die Hilfe nicht; beides klären wir vorab mit weclapp.

Davon zu trennen ist die Rahmenbestellung im Einkauf, also der Abruf bei deinem Lieferanten: Sie steht laut Funktionstabelle der Preisseite nur im Paket ERP Handel.

Shop und B2B-Rechnung

Shopify B2B kennt Zahlungsbedingungen je Firmenstandort (Net 7 bis Net 90 oder fällig bei Lieferung), auf allen Shopify-Tarifen. Net 14 gibt es dort nicht.

Laut Funktionstabelle der Preisseite ist die Shop-Anbindung ab ERP Dienstleistung enthalten, die Marktplatz-Anbindung nur in ERP Handel; die Paketkarte nennt beide bei ERP Handel. Mehr dazu: Bestände und Aufträge synchron halten.

Bei aktivierter Auftragsübertragung landet der Auftrag über die Anbindung im ERP. Ob Preise und Zahlungsbedingungen aus Shopify dort identisch ankommen, beschreibt die weclapp-Doku zur Shopify-Anbindung nicht; das gehört in den Test. Ob die Rechnungs-E-Mail von Shopify den Anforderungen an Rechnungen und E-Rechnungen genügt, klärst du mit deiner Steuerberatung. Diese Seite ist Orientierung, keine Steuerberatung.

Rechnung und E-Rechnung

E-Rechnung schreiben gehört laut Preisseite zu allen weclapp-Paketen, im Format XRechnung, ZUGFeRD und UBL (laut weclapp).

Empfangen muss jedes inländische Unternehmen E-Rechnungen seit dem 1. Januar 2025. Bis zum 31. Dezember 2026 darfst du statt einer E-Rechnung noch eine sonstige Rechnung ausstellen (ein PDF per E-Mail nur mit Zustimmung des Empfängers). Danach gilt je nach Vorjahresumsatz 2027 oder 2028.

Unsere Ableitung, keine Rechtsberatung: Auch B2B-Bestellungen inländischer Geschäftskunden aus einem Shop fallen darunter. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Beispiel: Ein fiktiver Großhändler mit 800 Geschäftskunden

Das Beispiel ist erfunden: 800 Geschäftskunden, Zahlungsziele von 14, 30 und 60 Tagen, Staffelpreise ab 100 Stück.

Kundenpreis und Staffel. Ein Stammkunde bestellt 120 Stück. Der Artikel hat eine Staffel ab 100 Stück, für den Kunden ist im Beleg ein eigener Preis gespeichert. Welcher gewinnt, prüfst du vorab an diesem Fall.

Zahlungsziel. Der Kunde hat 60 Tage; die Bedingung wählst du im Beleg. Bleibt die Zahlung aus, setzt der Mahnlauf an.

Rechnung. Die Rechnung entsteht im ERP. Ob der Großhändler schon 2027 E-Rechnungen ausstellen muss, hängt an seinem Vorjahresumsatz.

Die wichtigsten Zahlen

2
Konditionen höchstens, die die DATEV-Schnittstelle je Zahlungsbedingung übernimmt
163 €
ERP Handel je Nutzer:in und Monat, jährliche Zahlung, netto (Listenpreis weclapp, Stand Oktober 2026)

Listenpreis weclapp, Stand Oktober 2026, netto.

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Drei Seiten, die an diese Frage anschließen.

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Preismodelle

Pro Beleg oder pro Nutzer:in gerechnet. Zur Rechnung

Wann passt das nicht?

Passt: ein ERP lohnt die genaue Prüfung

  • Du hast viele Geschäftskunden mit eigenen Preisen, Staffeln oder Zahlungsbedingungen.
  • Du lagerst und kaufst Ware ein und brauchst das Paket Handel.
  • Rechnungen sollen im System entstehen.

Passt nicht: erst klären oder anders lösen

  • Du brauchst Zahlungsbedingungen wie „fällig am 15. des Monats“. Die lassen sich laut Hilfe nicht abbilden.
  • Du lagerst nicht selbst und brauchst keine Warenwirtschaft. Dann kann eine kleinere Lösung genügen.

Häufige Fragen

Wie funktionieren Staffelpreise und Kundenpreise in weclapp?

Staffelpreise hängen laut weclapp-Hilfe an der Menge pro Auftrag und Kunde. Du pflegst sie am Artikel unter „Verkaufspreise“ oder importierst sie. Einen Preis nur für einen Kunden oder Vertriebsweg speicherst du im Beleg; der bisherige Preis wird dabei beendet. Wie Staffel, Kundenpreis und Rabatt zusammenspielen, testest du vorab im Mandanten.

Welches weclapp-Paket brauche ich als Großhändler?

Das Preissystem steht in allen drei Paketen. Die Funktionszeile „Auftragswesen mit Vorkasse, Abschlag und Anzahlung“ führt die Preisseite ab ERP Dienstleistung. Wer Ware lagert und einkauft, braucht das Paket Handel: Warenwirtschaft, Disposition, Lagerverwaltung, Bestellwesen und Lieferungen gibt es nur dort. ERP Handel kostet 163 € je Nutzer:in und Monat bei jährlicher Buchung, netto (Listenpreis weclapp, Stand Oktober 2026).

Gibt es Rahmenaufträge im Verkauf?

Ja, laut weclapp-Hilfe kannst du Rahmenaufträge im Verkauf anlegen und daraus Abrufaufträge erzeugen. Die Funktionstabelle der Preisseite führt dafür keine eigene Zeile. Zu welchem Paket sie gehören und wie ausgereift sie sind, klären wir vorab mit weclapp.

Kann ich Zahlungsziele je Kunde hinterlegen?

Im Beleg ja. Zahlungsbedingungen legst du unter Globale Einstellungen an, zum Beispiel 10 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto. Sie bestimmen das Fälligkeitsdatum der Rechnung. Ob sie sich am Kunden hinterlegen und automatisch in neue Rechnungen übertragen lässt, prüfst du vorab im Testsystem. Als Zahlungsbedingung nicht möglich sind Bedingungen wie „fällig am 15. des Monats“; für Anzahlungen nennt die Hilfe Behelfe wie einen Anzahlungs- oder Abschlagsauftrag. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Hat Shopify B2B Zahlungsbedingungen?

Ja, je Firmenstandort, von Net 7 bis Net 90 oder fällig bei Lieferung, auf allen Shopify-Tarifen. Net 14 gibt es nicht. Ob die Shopify-Rechnungs-E-Mail den Anforderungen an Rechnungen und E-Rechnungen genügt, klärst du mit deiner Steuerberatung. Diese Seite ist Orientierung, keine Steuerberatung.

Muss ich als Großhändler schon jetzt E-Rechnungen ausstellen?

Aktuell nicht. Bis zum 31. Dezember 2026 darf jeder Aussteller statt einer E-Rechnung eine sonstige Rechnung ausstellen, zum Beispiel ein PDF (per E-Mail nur mit Zustimmung des Empfängers). Ausstellen musst du E-Rechnungen ab dem 1. Januar 2027, wenn dein Vorjahresumsatz über 800.000 € lag, sonst ab dem 1. Januar 2028. Empfangen musst du sie seit dem 1. Januar 2025. Ausgenommen sind unter anderem Rechnungen an Endverbraucher und Kleinbeträge bis 250 € brutto. Das ersetzt keine Steuerberatung.

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