Veröffentlicht von Markus Wals

Preismodelle von Shop-ERPs: pro Nutzer, pro Auftrag, nach Umsatz

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Grafik: Schematisch drei Abrechnungsgrundlagen von Shop-ERPs – Kosten wachsen mit Nutzer:innen, Aufträgen oder Umsatz, ohne Zahlen

Kurz gesagt: Welches Preismodell passt, hängt davon ab, was bei dir wächst: Nutzer:innen, Aufträge oder Umsatz. Prüfe bei jedem Anbieter, was als Auftrag oder Umsatz zählt und was oberhalb einer Grenze passiert.

Shop-ERPs rechnen auf sehr unterschiedlichen Grundlagen ab. Dieser Artikel vergleicht, wonach weclapp, Billbee, Xentral, JTL-Wawi und plentyONE abrechnen, nicht was es kostet. Alle Angaben stammen von den offiziellen Preisseiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pro Nutzer:in: Die Kosten wachsen mit der Zahl der Personen im System, nicht mit der Auftragsmenge.
  • Pro Auftrag: Die Kosten wachsen mit deiner Auftragsmenge. Prüfe, was als Auftrag zählt und ob es eine Mindestgebühr gibt.
  • Nach Umsatz: Die Kosten hängen am Warenwert. Frage nach, was als Umsatz gezählt wird und was oberhalb der Grenze gilt.
  • Mischformen sind üblich: Mehrere Anbieter kombinieren Grund- oder Mindestgebühr mit einer dieser Größen.

Die Abrechnungsgrundlagen im Überblick

Die Tabelle nennt nur, wonach abgerechnet wird, nicht was es kostet. Beträge ändern sich und sind teils je Paket gestaffelt. Wo die Preisseite eines Anbieters keine eindeutige Zahl hergibt, steht „siehe Anbieterseite“. Alle Angaben stammen von den offiziellen Preisseiten und wurden am 01.11.2026 abgerufen.

Anbieter Abrechnungsgrundlage Quelle Abgerufen am
weclapp Nutzer:innen pro Monat. Die Preise sind Nettopreise pro Nutzer und Monat zuzüglich Mehrwertsteuer. Beträge: siehe Anbieterseite. weclapp.com/de/preise 01.11.2026
Billbee Anzahl der pro Monat verarbeiteten Aufträge, mit Mindestgebühr. Als Aufträge zählen laut Preisseite auch Erstattungen, Stornorechnungen und Gutschriften. Die Nutzeranzahl ist unbegrenzt. Beträge: siehe Anbieterseite. billbee.io/preis 01.11.2026
Xentral Preis je Auftrag, laut Preisseite zum Beispiel im Launch-Paket mit Grenzen für Aufträge und Umsatz. Die Preise hängen laut Preisseite von Umsatz und Versandvolumen ab, Nutzer:innen kosten nichts extra. Beträge und Grenzen je Paket: siehe Anbieterseite. xentral.com/de/preise 01.11.2026
JTL-Wawi Aufträge aus dem JTL-Shop oder der JTL-POS kosten laut Preisseite nichts. Für Aufträge über Shopify, Shopware 6, Amazon, eBay und weitere Plattformen wählst du ein zusätzliches Auftragspaket. Beträge: siehe Anbieterseite. jtl-software.com/de/preise 01.11.2026
plentyONE Grundgebühr je nach Tarif plus Überschreitungsgebühr: Ein vertraglich vereinbarter Prozentsatz wird auf den Anteil des Warenvolumens (GMV) erhoben, der über dem gebuchten Limit liegt. GMV ist die Summe der verkauften Waren ohne Versandkosten und Umsatzsteuer, vor Abzug von Retouren. Limits und Beträge: siehe Anbieterseite. plentyone.com/de/preise 01.11.2026

Die Angaben sind eine Momentaufnahme vom 01.11.2026. Prüfe vor einer Entscheidung die aktuelle Preisseite des Anbieters.

Fazit: Die Tabelle zeigt die Abrechnungsgrundlage je Anbieter; konkrete Beträge nimmst du von der jeweiligen Preisseite.

Wann welches Modell passt

Pro Nutzer:in

Die Kosten wachsen mit der Zahl der Personen, die im System arbeiten, nicht mit der Zahl der Aufträge. Das passt, wenn du viele Aufträge mit einem kleinen Team bearbeitest. Es wird relevant, wenn viele Personen Zugriff brauchen, etwa im Lager, im Support und in der Buchhaltung.

Pro Auftrag

Die Kosten wachsen mit deiner Auftragsmenge. Das passt, wenn du wenige Aufträge hast oder die Menge stark schwankt, weil du in ruhigen Monaten weniger zahlst. Prüfe, was als Auftrag zählt: Bei Billbee sind laut Preisseite auch Erstattungen, Stornorechnungen und Gutschriften mitgezählt. Prüfe außerdem, ob es eine Mindestgebühr gibt.

Nach Umsatz

Die Kosten hängen am Warenwert, den du verkaufst. Das ist dann besonders zu prüfen, wenn deine Aufträge einen hohen Warenwert haben. Frage nach: Was wird als Umsatz gezählt (netto oder brutto, mit oder ohne Versand, vor oder nach Retouren)? Was gilt oberhalb der Grenze, ein fester Betrag oder ein Prozentsatz?

Mischformen

Mehrere der genannten Anbieter kombinieren laut Preisseite eine Grundgebühr oder Mindestgebühr mit einer dieser Größen, etwa Billbee und plentyONE. Rechne deshalb drei Szenarien durch: dein heutiger Stand, doppelte Auftragsmenge, doppelt so großes Team. Wenn ein Modell bei einem Szenario deutlich stärker steigt als die anderen, weißt du, worauf du bei der Wahl achten musst.

Fazit: Entscheidend ist, was bei dir wächst: Personen, Aufträge oder Warenwert.

Quellen und Grenzen

Die Angaben beruhen auf den offiziellen Preisseiten der Anbieter und der weclapp-API-Spezifikation. Abgerufen wurden sie am 01.11.2026.

Der Artikel nennt keine Beträge, weil sie sich ändern und teils je Paket gestaffelt sind. Es ist eine Momentaufnahme vom 01.11.2026, prüfe vor einer Entscheidung die aktuelle Preisseite. Mehr zum Vergleich findest du auf der Seite ERP-Preismodelle.

Häufige Fragen

Welches Preismodell ist für Shop-ERPs am besten?

Das hängt davon ab, was bei dir wächst. Bei wenigen Nutzer:innen und vielen Aufträgen bleiben die Kosten bei einer Abrechnung pro Nutzer:in gleich, wenn die Auftragsmenge steigt. Bei wenigen oder stark schwankenden Aufträgen kann eine Abrechnung pro Auftrag besser passen. Bei einer Abrechnung nach Umsatz zählt, wie hoch dein Warenwert je Auftrag ist. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, deshalb helfen die drei Szenarien oben.

Was kostet ein ERP pro Auftrag?

Das unterscheidet sich je Anbieter und Paket. Billbee rechnet nach der Zahl der verarbeiteten Aufträge mit einer Mindestgebühr, Xentral nennt einen Preis je Auftrag (zum Beispiel im Launch-Paket), JTL berechnet Auftragspakete für Aufträge aus Plattformen wie Shopify. Die aktuellen Beträge stehen auf den Preisseiten der Anbieter, siehe Tabelle.

Gibt es ein ERP ohne Umsatzbeteiligung?

Das hängt vom Tarif ab. Laut ihren Preisseiten rechnet weclapp pro Nutzer:in und Monat ab, Billbee nach der Zahl der Aufträge. plentyONE erhebt oberhalb des gebuchten Limits eine Überschreitungsgebühr in Prozent des Warenvolumens (GMV). Prüfe bei jedem Anbieter, ob Pakete, Limits oder Gebühren an deinen Umsatz gekoppelt sind.

Wie funktioniert die Abrechnung nach GMV bei plentyONE?

Laut Preisseite enthält der Tarif ein gebuchtes GMV-Limit. Liegt dein Warenvolumen darüber, wird auf den überschrittenen Teil ein vertraglich vereinbarter Prozentsatz erhoben. Gezählt wird die Summe der verkauften Waren ohne Versandkosten und Umsatzsteuer, vor Abzug von Retouren. Limits und Tarifpreise siehe Anbieterseite.

Hat die weclapp-API feste Limits?

Laut der offiziellen weclapp-API-Dokumentation gibt es keine festen Rate-Limits. Begrenzt ist die Zahl der gleichzeitig aktiven Anfragen je Mandant. Weitere Anfragen werden in eine Warteschlange gestellt und nicht sofort abgelehnt. Die Wartezeit beträgt derzeit bis zu 30 Sekunden, danach antwortet die API mit HTTP 429. weclapp empfiehlt Request-Timeouts von mindestens einer Minute. Quelle: weclapp-API-Spezifikation (Abschnitt Load management), abgerufen am 01.11.2026. Mehr dazu auf der Seite weclapp-API und Rate-Limit.

Wie vergleiche ich Preismodelle sauber?

Rechne drei Szenarien: dein heutiger Stand, doppelte Auftragsmenge und doppelt so viele Nutzer:innen. Setze bei jedem Anbieter die Beträge von dessen Preisseite ein und beachte Mindestgebühren, Paketgrenzen und die Frage, was als Auftrag oder Umsatz zählt. Mehr zum Vergleich findest du auf der Seite ERP-Preismodelle.