Warum kommen Amazon-Bestellungen nicht mehr in weclapp an? Die Prüfreihenfolge und der Weg zurück
Kurz gesagt: Bleiben Amazon-Bestellungen in weclapp aus, prüfst du fünf Stellen in dieser Reihenfolge: ob im Seller Central überhaupt Bestellungen stehen, das Häkchen „Bestellberichte automatisch verarbeiten“ samt Fehlerprotokoll, den Rückstand an Berichten, das Datum „Aufträge ab“ und die SKUs am Artikel samt Pflicht-Zusatzfeldern. Den Rückstand holst du in Blöcken von höchstens 30 Tagen nach, mit einem Testblock zuerst.
Es fällt selten sofort auf. Die Bestellungen laufen bei Amazon weiter, nur in weclapp taucht nichts mehr auf. Erst beim Blick auf die offenen Aufträge merkt jemand, dass der letzte Amazon-Auftrag zehn Tage alt ist. Die Ursachen sind überschaubar, und du prüfst sie in einer festen Reihenfolge.
1. Gibt es im Seller Central Bestellungen?
Manchmal kommt nichts, weil bei Amazon nichts verkauft wird, etwa weil ein Listing gesperrt oder inaktiv ist. Dann zeigt weclapp keinen Fehler: Es gibt schlicht keine Bestellung. Sieh deshalb zuerst im Seller Central nach, ob dort Bestellungen für den Zeitraum stehen, und ob der Auftragsbericht auf automatisch alle 15 Minuten steht.
Für dich heißt das: Stehen im Seller Central Bestellungen, die in weclapp fehlen, geht es mit Schritt 2 weiter. Stehen dort keine, liegt die Ursache nicht in weclapp.
2. Das Häkchen „Bestellberichte automatisch verarbeiten“ fehlt
Tritt beim Verarbeiten eines Bestellberichts ein Fehler auf, stoppt weclapp die automatische Verarbeitung: Das Häkchen „Bestellberichte automatisch verarbeiten“ wird entfernt, und weclapp schickt dazu eine E-Mail. Danach entstehen aus neuen Berichten keine Aufträge mehr. Typische Fehlerquellen sind eine fehlende Währung, eine fehlende SKU am Artikel oder ein fehlendes Land beim Kunden.
So erkennst du es: Das Häkchen findest du in den Amazon-Einstellungen im Tab „Aufträge“ (Globale Einstellungen, Integration, Marktplätze, Amazon). Prüfe auch, ob „Bestellberichte automatisch anfordern“ aktiv ist, sonst gibt es nichts zu verarbeiten. Unter Marktplätze, Amazon-Import steht unter den Berichtsbuttons ein blaues Datum: Es führt dich ins Fehlerprotokoll, in dem du die Ursache des Importstopps findest. Suche außerdem die E-Mail von weclapp zum Importstopp, auch im Spam-Ordner.
Kommen nur FBA-Bestellungen nicht an, prüfe im Reiter „FBA“, ob FBA nur als Bestandskennzahl eingerichtet ist. Dann importiert weclapp FBA-Aufträge absichtlich nicht.
Für dich heißt das: Erst die Ursache aus dem Fehlerprotokoll beheben, dann das Häkchen setzen. Sonst fällt es beim nächsten Bericht wieder heraus.
3. Der Rückstand in der Berichtsverwaltung
Die Berichte der Pause bleiben unverarbeitet. Du holst sie bewusst nach, in der Berichtsverwaltung des Amazon-Imports, je Anforderung höchstens 30 Tage. Bei drei Monaten Rückstand sind das drei Blöcke. So behältst du Dubletten, Datum und Steuer im Griff.
Starte mit einem Testblock und prüfe drei Dinge, bevor du den Rest holst:
- Dubletten: Wurden Aufträge in der Zwischenzeit von Hand angelegt? Dann vor dem Nachlauf stornieren oder die Nummern abgleichen.
- Datum: Steht das Auftragsdatum auf dem Bestelldatum bei Amazon, nicht auf heute? Das entscheidet über den Monat in der Auswertung.
- Steuer: Läuft der Rechnungs-Workflow mit, entstehen im Nachlauf für FBA-Aufträge Rechnungen mit Steuer in weclapp. Wurden diese Monate schon über Amazons Umsatzsteuer-Berechnungsservice oder einen Steuerdienstleister erfasst, wäre das doppelt. Ob und wie du nachträglich Rechnungen erzeugst, klärst du vorher mit deiner Steuerberatung. Das ersetzt keine Steuerberatung.
Für dich heißt das: Nachfordern ist kein Klick, sondern ein kleiner Prozess mit Testblock. Wer alle Blöcke ohne Testblock hintereinander anstößt, repariert hinterher Dubletten.
4. „Aufträge ab“ steht auf heute oder weit zurück
Das Datum „Aufträge ab“ in den Amazon-Einstellungen bestimmt, ab wann weclapp Aufträge holt. weclapp holt pro Stunde nur einen Berichtstag. Setzt du das Datum 60 Tage zurück, läuft der Import bis zum aktuellen Datum stündlich durch, das sind 60 Stunden. Das sieht aus wie ein Ausfall, ist aber nur die Warteschlange. Steht das Datum dagegen auf heute, fehlen die Tage davor.
Für dich heißt das: Das Datum nur bewusst ändern und danach den stündlichen Durchlauf abwarten, bevor du einen Fehler vermutest. Für kontrolliertes Nachholen mit Testblock nimmst du die Berichtsverwaltung.
5. Die „Amazon SKU“ fehlt am Artikel
weclapp verknüpft jede Position im Bestellbericht über die Amazon-SKU mit dem Artikel. Für Eigenversand brauchst du das Feld „Amazon SKU“, für FBA das Feld „Amazon FBA SKU“. Ohne SKU legt weclapp keinen Auftrag an. Das passiert bei Artikeln, die du bei Amazon neu angelegt hast und die in weclapp noch nicht verknüpft sind.
Für dich heißt das: Trage die SKU in weclapp ein, bevor das Listing live geht, oder nutze den Artikelimport über „Externe Dienste“ in der Artikelübersicht.
6. Ein Pflicht-Zusatzfeld bleibt leer
Seit September 2026 laufen E-Commerce-Aufträge über die weclapp-API v2. Ist ein Zusatzfeld am Auftrag Pflicht und weder per Mapping noch per Standardwert befüllt, importiert weclapp den Auftrag nicht, sondern legt ihn im E-Commerce Center ab. Dort sieht ein Mein-weclapp-Administrator den Grund und kann den Auftrag nachträglich importieren.
Für dich heißt das: Wer ein Pflicht-Zusatzfeld einführt, gibt ihm einen Standardwert für Marktplatz-Aufträge. Schau bei fehlenden Aufträgen auch ins E-Commerce Center.
Vorbeugen
Zwei Gewohnheiten verhindern den nächsten Ausfall: Lege fest, wer die weclapp-Mails zum Amazon-Import liest, und prüfe, dass sie dort ankommen. Und neue Artikel bekommen ihre SKU, bevor das Listing live geht. Welche Schritte rund um Amazon weclapp selbst automatisiert und was wir ergänzen, zeigt Marktplatz-Aufträge in weclapp automatisieren.
Für dich heißt das: Eine gelesene E-Mail spart dir den Rückstand.
Nächster Schritt
Wenn bei dir gerade Aufträge fehlen, gehen wir die Prüfstellen gemeinsam durch und holen den Rückstand in Blöcken nach, mit Testblock und Dublettenprüfung. Wenn alles läuft, prüfen wir im Vorgespräch, ob dein Amazon-Setup den nächsten Importfehler übersteht. Vorgespräch buchen
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