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Veröffentlicht von Markus Wals

Ein Scan für den Karton: Wie Fulfillment 4 weclapp Maße, Gewicht und Kartonbestand mitdenkt

Fulfillment 4 weclapp Versand weclapp

Ein Scan für den Karton: Wie Fulfillment 4 weclapp Maße, Gewicht und Kartonbestand mitdenkt

Am Packplatz entscheidet sich, ob deine Versanddaten stimmen. Wir entwickeln Fulfillment 4 weclapp, unsere Logistik-App für weclapp, seit Jahren gemeinsam mit den Lagerteams unserer Kund:innen weiter. Eine der Funktionen, die dort am meisten bewirkt, ist auf den ersten Blick unscheinbar: der Kartonscan. Bevor die Ware ins Paket geht, scannst du den Barcode des Kartons. Ab diesem Moment weiß das System, wie groß das Paket ist, was es wiegt und welcher Karton gerade dein Lager verlassen hat.

Warum der Karton in die Versanddaten gehört

Carrier ordnen jedes Paket nach Gewicht und Maßen ein. Der Karton ist dabei mehr als eine Hülle: Sein Eigengewicht zählt mit, und seine Außenmaße bestimmen das Paketformat. Kennt das System den Karton, stimmen diese Werte von selbst, statt aus einer pauschalen Voreinstellung zu kommen, die zum heutigen Paket vielleicht gar nicht passt.

Dazu kommt der Bestand. Kartons sind Verbrauchsmaterial. Wer sie rechtzeitig nachbestellen will, braucht einen Bestand, der mit dem tatsächlichen Verbrauch mitläuft.

So läuft der Kartonscan am Packplatz

Du öffnest die Sendung wie gewohnt in Fulfillment 4 weclapp. Dann gilt eine einfache Reihenfolge: erst der Karton, dann die Ware.

  1. Karton scannen. Die App fragt aktiv danach, bevor du den ersten Artikel scannst.
  2. Artikel scannen. Das Paketgewicht setzt sich aus dem Bruttogewicht des Kartons und den Gewichten der gescannten Artikel zusammen.
  3. Maße übernehmen. Länge, Breite und Höhe des Kartons kommen aus dem Artikelstamm in weclapp und werden zu den Paketmaßen. Diese Werte gehen an Carrier-Anbindungen, die Paketmaße verarbeiten, zum Beispiel shipcloud, Dachser, Gebrüder Weiss oder Swiss Post Cargo.
  4. Nächster Karton, nächstes Paket. Passt nicht alles in einen Karton, scannst du einfach den nächsten. Damit beginnt automatisch ein weiteres Paket, und aus einer Sendung wird ohne Umweg eine Mehrpaket-Sendung. Einen neuen Karton lässt die App erst zu, wenn der vorherige nicht mehr leer ist.

Zusätzlich kannst du je Versandart ein Verpackungsgewicht hinterlegen, etwa für Füllmaterial. Es kommt als Tara auf das Paketgewicht.

Grafik: Erst der Karton, dann die Ware. Vier Schritte: Karton scannen, Artikel scannen, Maße aus dem Artikelstamm, nächster Karton startet ein neues Paket.

Neu: Standardkarton je Versandart

Viele Packplätze haben einen Karton, der für eine bestimmte Versandart fast immer passt. Dafür gibt es seit August 2026 die Einstellung „Standard-Kartonage je Versandart“. Du hinterlegst pro Versandart einen Standardkarton und zusätzlich einen allgemeinen Standard als Rückfall.

Beim Öffnen des Scan-Dialogs ist dieser Karton bereits vorbelegt, als hättest du ihn schon gescannt. Brauchst du ausnahmsweise einen anderen, scannst oder wählst du ihn einfach, solange das Paket noch leer ist, und er ersetzt den Standard. Für die meisten Sendungen fällt damit ein Scan weg, ohne dass die Daten ungenauer werden. Entstanden ist die Funktion direkt aus einer Kundenanfrage.

Grafik: Standardkarton je Versandart. Pro Versandart ein vorbelegter Karton, ein anderer Scan ersetzt ihn, solange das Paket leer ist.

Kartonbestand, der sich selbst führt

Mit der Option „Lagerverfolgung für Kartons aktivieren“ bucht Fulfillment 4 weclapp beim Versand für jeden verwendeten Karton einen Warenausgang in weclapp. Deine Kartons erscheinen damit dort wie jeder andere Lagerartikel, und du kannst sie mit deiner gewohnten Nachbestelllogik führen.

Wenn du mehrere Lager hast, legst du über „Bevorzugtes Lager für Kartonage-Entnahme“ fest, aus welchem Lager gebucht wird. Und falls für einen Karton einmal kein Bestand gefunden wird, bekommst du einen Hinweis, der Versand läuft trotzdem weiter. Das Paket bleibt nie wegen eines Kartons liegen.

Grafik: Der Kartonbestand führt sich selbst. Ein Warenausgang je Karton, ein bevorzugtes Lager, kein Versandstopp bei fehlendem Bestand, Sendungsnummer an jedem Warenausgang.

Das brauchst du zum Einrichten

  • In weclapp: Lege deine Kartons als bestandsführende Artikel in der Warengruppe „Versandmaterial“ an. Pflege pro Karton einen scanbaren Barcode, Länge, Breite, Höhe und das Bruttogewicht.
  • In Fulfillment 4 weclapp: Aktiviere „Paket Scanning aktivieren“. Optional schaltest du die Lagerverfolgung für Kartons dazu, wählst ein bevorzugtes Lager und hinterlegst Standardkartons je Versandart.

Die Einrichtung dauert nicht lange, wenn die Kartonartikel sauber gepflegt sind. Gerne gehen wir sie mit dir gemeinsam durch.

Nebeneffekt: eine saubere Spur für deine Verpackung

Mit dem Kartonscan ist zu jedem Paket dokumentiert, in welchem Karton es rausgegangen ist, und jeder Warenausgang trägt die zugehörige Sendungsnummer. Genau diese Paketebene ist eine belastbarere Grundlage für Verpackungsauswertungen als die Rechnung, zum Beispiel für die Verpackungsmeldung in Österreich. Warum das so ist, liest du in unserem Beitrag zur Verpackungsmeldung.

Probier es an deinem Packplatz aus

Du arbeitest schon mit Fulfillment 4 weclapp? Dann schalten wir den Kartonscan gemeinsam mit dir frei und richten deine Kartonartikel ein. Du nutzt die App noch nicht? Dann zeigen wir dir den Kartonscan in einem kurzen Termin an einem echten Ablauf: Termin vereinbaren.