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Eingangsrechnungen mit weclapp

Wie verbuche und bezahle ich Eingangsrechnungen automatisch?

weclapp erfasst eingehende E-Rechnungen, liest PDF- und Papierrechnungen per OCR ein, schlägt die Kontierung nach deinen Regeln vor und bereitet die Zahlung im Zahllauf vor. Geprüft und angestoßen wird alles von dir: Automatisch heißt vorerfasst, nicht ungeprüft. Rechtlich musst du in Deutschland seit dem 01.01.2025 E-Rechnungen empfangen und aufbewahren können; für den Empfang genügt laut BMF-FAQ zur E-Rechnung (Stand März 2026) ein E-Mail-Postfach, eine weitergehende elektronische Verarbeitung verlangt das BMF nicht. Das ersetzt keine Steuerberatung.

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Der Weg in weclapp in fünf Schritten

  1. Eingang als Einkaufsrechnung, bei OCR und Mail2Invoice im Status „Rechnung eingegangen“.
  2. Prüfung: Du setzt „Rechnung geprüft“.
  3. „Offenen Posten erzeugen“: Dabei entsteht der Buchungsentwurf.
  4. Zahllauf und Zahlung.
  5. Zahlung in der Bank buchen, Belege und Zahlungen festschreiben und exportieren.

Den Überblick findest du auf der Seite Buchhaltung für SaaS, Apps und Abo-Geschäft, die Gegenrichtung (Ausgangsrechnungen) auf der Seite Wie automatisiere ich das Mahnwesen für Abo-Rechnungen mit Zahlungsziel?

Welche Eingangswege gibt es?

Fiktives Beispiel: Ein App-Unternehmen bekommt im Monat 60 Lieferantenrechnungen: 15 als E-Rechnung, 30 als PDF per Mail, 5 auf Papier, 10 als Kreditkartenbeleg von SaaS-Tools.

60 Rechnungen im Monat: Wie sie in weclapp ankommen und bezahlt werden

Eingangsweg (Beispiel)Erfassung in weclappPrüfungZahlung
E-Rechnung XRechnung oder ZUGFeRD (15)Upload oder Mail2Invoice, Validierung beim ImportPflichtangaben und Beleg prüfenOffener Posten, Zahllauf
PDF per Mail (30)Mail2Invoice mit OCR oder OCR-UploadLieferant:in und Positionen kontrollierenOffener Posten, Zahllauf
Papier (5)Scan, OCR-Uploadwie PDFOffener Posten, Zahllauf
Kreditkartenbeleg SaaS-Tool (10)wie PDFBeleg prüfen, Auslandsfall klärenkeine Überweisung, Kartenzahlung zuordnen

Zahlen auf einen Blick

3
Wege, Rechnungen zu erfassen: Upload, Import im Bestell-Workflow, Mail2Invoice
5 Minuten
ungefährer Abstand, in dem Mail2Invoice den Postfachordner ausliest
8 Jahre
umsatzsteuerliche Aufbewahrung eingehender Rechnungen in Deutschland
0
Beleg- oder Transaktionsgebühren bei weclapp

Listenpreis weclapp, Stand Oktober 2026, netto.

Wie kommen die Rechnungen in weclapp?

Laut weclapp-Preisseite (Stand Oktober 2026) stecken OCR, E-Rechnungs-Erfassung, Zahllauf, Kontierungsregeln sowie DATEV- und BMD-Export in allen Paketen. Es gibt drei Wege. Erstens lädst du unter Einkauf > Rechnungen/Gutschriften Dateien über den Button „E-Rechnung / OCR“ hoch. Zweitens importierst du eine E-Rechnung im Workflow einer Bestellung, nachdem du „E-Rechnung für Bestellungen importieren“ aktiviert hast. Drittens liest Mail2Invoice einen Postfachordner aus; es ist in allen drei Paketen enthalten, ab ERP Starter. Für Integrationen nimmt zusätzlich die REST-API E-Rechnungen als XML an; die Rechnung entsteht im Status „Rechnung eingegangen“. In einem Testmandanten geprüft: Eine XRechnung (CII) wurde angelegt, eine unvollständige Datei nicht.

E-Rechnungen validiert weclapp beim Import nur auf technisch gültiges Format. Eine ungültige verarbeitet weclapp nicht; das Prüfprotokoll kannst du herunterladen und bei den Aussteller:innen reklamieren.

PDF per Mail ist in Deutschland seit 2025 eine sonstige Rechnung. Für bis Ende 2026 ausgeführte Umsätze dürfen Aussteller:innen sie mit deiner Zustimmung weiter nutzen, bei höchstens 800.000 € Vorjahresumsatz der Aussteller:innen bis Ende 2027 (§ 27 Abs. 38 UStG, BMF-FAQ Frage 11); Papier ist in denselben Fristen zulässig. Bis 250 € Gesamtbetrag darf eine Rechnung dauerhaft als sonstige Rechnung (auch PDF) kommen, außer bei Reverse Charge (§ 33 UStDV). Maßgeblich ist der Zeitpunkt des Umsatzes, nicht das Rechnungsdatum. In Österreich gilt ein PDF mit Zustimmung des Empfängers als elektronische Rechnung, solange Echtheit der Herkunft, Unversehrtheit des Inhalts und Lesbarkeit gewährleistet sind (§ 11 Abs. 2 UStG 1994, ris.bka.gv.at). Mehr zur Ausstellung: E-Rechnung für Abo-Anbieter. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Wie funktioniert Mail2Invoice?

Die weclapp-Doku beschreibt Mail2Invoice; Release 26.04.1. Es ist in allen drei Paketen enthalten, ab ERP Starter. Es liest ungefähr alle fünf Minuten die Mails der letzten 30 Tage (PDF- und XML-Anhänge). Als Quelle nimmst du einen Unterordner, nicht den Posteingang. Die Zielordner „Fehler“ und „Keine Verarbeitung“ sind optional; richtest du sie ein, prüfst du sie regelmäßig, denn diese Rechnungen sind noch nicht erfasst. Doppelte Rechnungen erwähnt die Doku nicht. In einem Testmandanten geprüft: Beim E-Rechnungs-Import über die REST-API kennzeichnete weclapp eine zweite Rechnung mit gleicher Nummer derselben Lieferant:in als Dublette („DUP-“ vor der internen Nummer, auch bei anderem Betrag), legte sie aber an; du entscheidest, ob sie ein Duplikat ist. Beim manuell oder per API angelegten Beleg kam keine Warnung. Ob Mail2Invoice Dubletten erkennt, haben wir nicht geprüft.

Was kann die OCR, was nicht?

Bei OCR ordnet weclapp die Lieferant:in über Kundennummer, Firmenname oder USt-ID zu und liest Rechnungsnummer, Datum, Positionen und Beträge. Laut Doku gilt aktuell: nur Einkaufsrechnungen, keine Gutschriften oder Stornorechnungen; Scans mit 300 dpi als PDF, JPG, PNG, GIF oder TIF; Zahlungsbedingung und Zahlungsart können grundsätzlich nicht ausgelesen werden. Wie gut die Erkennung bei deinen Lieferant:innen klappt, zeigen erst deine Belege. Am Beleg führt die API das Kennzeichen createdViaOcr (nur lesbar); einen OCR-Beleg haben wir nicht gesehen. Einen Hinweis auf Mail2Invoice oder die Ursprungsmail trägt der Beleg nicht.

Die OCR führt ein externer Dienstleister aus; welchen, nennt weclapp unterschiedlich. Eine Administrator:in muss zustimmen. Auf Rechnungen stehen auch Namen und Kontaktdaten von Personen: Stimme das Einverständnis mit deiner Datenschutzverantwortung ab. Den Dienstleister und die vertragliche Grundlage klärst du vor der Zustimmung mit weclapp.

Wie kontiert weclapp?

weclapp sucht das Konto in dieser Reihenfolge: Buchungskonto am Artikel, Kontierungsregel in der Kontenzuordnung (etwa nach Zahlungsart oder Kennzeichen), Steuerkontenzuordnung, Standardkonto. Bei OCR-Rechnungen entstehen die Positionen zunächst manuell; einen Artikel samt Buchungskonto setzt weclapp nur, wenn es die Artikelnummer eindeutig zuordnen kann. Ohne Artikel greifen Regel, Steuerkonto oder Standardkonto. Meist genügt die Voreinstellung des Buchhaltungsassistenten; welche eigenen Regeln du brauchst, klärst du mit deiner Steuerberatung.

Wichtig ist der Lieferantenstamm: Daraus übernimmt weclapp Zahlungsbedingung, Zahlungsart, Kostenstelle, Kostenart und Zahlsperre.

Das ersetzt keine Steuerberatung.

Was prüfst du bei jeder Rechnung?

Die in einer Rechnung ausgewiesene deutsche Umsatzsteuer kannst du nur abziehen, wenn du eine nach den §§ 14, 14a UStG ausgestellte Rechnung besitzt (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG). Alle Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG müssen auf dem Beleg stehen, etwa Name und Anschrift beider Seiten, Steuernummer oder USt-IdNr., Datum, Rechnungsnummer, Art und Umfang der Leistung, Leistungszeitpunkt sowie Entgelt, Steuersatz und Steuerbetrag. Die E-Rechnungs-Validierung prüft laut weclapp nur das Format; ob die Angaben stimmen, siehst nur du. Bei Rechnungen bis 250 € Gesamtbetrag genügen weniger Angaben (§ 33 UStDV, nicht bei Reverse Charge).

Rechnungen von Software-Unternehmen aus dem Ausland sind oft keine deutsche E-Rechnung; je nach Sitz schuldet die Leistungsempfänger:in die Umsatzsteuer (Reverse Charge, § 13b UStG), und für diese selbst geschuldete Steuer gilt eine eigene Vorschrift (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 UStG). Wie du das kontierst, legst du mit deiner Steuerberatung fest.

Das ersetzt keine Steuerberatung.

Wie bezahlst du im Zahllauf?

Unter Finanzen > Zahllauf schlägt weclapp fällige Offene Posten vor, die du online bezahlst. Laut Doku (Stand 2023) gilt eine Rechnung ohne Zahlungsbedingung als sofort fällig. Fehlt sie im Lieferantenstamm oder weicht die Rechnung ab, korrigierst du sie am Beleg vor dem Zahllauf.

Laut Doku (Stand 2024) können Zahlungen online nur über Tink und finAPI ausgeführt werden; eine Sammelüberweisung bietet nur finAPI, und deine Bank muss sie unterstützen. Bei Tink gilt der Abruf nur für Banken über PSD2-Schnittstellen; frag vorab den weclapp-Support. Ohne Anbindung lädst du die Zahlungen als SEPA- oder SWIFT-Datei herunter.

Für Kartenbelege (im Beispiel 10) gibt es keine Überweisung. Entweder markierst du den Offenen Posten in der OP-Liste als bezahlt; dabei wird keine Zahlung mit ihm verknüpft. Oder du legst die Kartenabbuchung als manuelle Zahlung am Offenen Posten an (Dollarzeichen); sie ist dann ausgeziffert, aber noch nicht gebucht. Wie du Kartenabrechnungen buchst, klärst du mit deiner Steuerberatung. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Wie landen die Belege in der Buchhaltung?

Rechnung und Zahlung werden getrennt gebucht. Führst du die Einkaufsrechnung im Workflow bis zum Offenen Posten, erzeugt weclapp einen Buchungsentwurf im Journal. Die Bankbewegung kommt über den Zahlungsdienstleister oder per Kontoauszugsimport nach weclapp; ohne beides legst du die Zahlung am Offenen Posten manuell an. Du buchst sie in der Bank per Schnellbuchung oder Detailansicht; auch sie ist zunächst ein Entwurf. Prüfe die Buchungen vor dem Festschreiben, denn danach sind sie nur noch per Stornobuchung korrigierbar. Für die Steuerberatung schreibst du Belege und Zahlungen fest und exportierst sie: in Deutschland per DATEV-Export (DATEV-Übergabe aus weclapp), in Österreich per BMD-Export (Buchhaltung für SaaS in Österreich).

Das ersetzt keine Steuerberatung.

Steuerberater-Zugang und Aufbewahrung

Deine Steuerberatung kann auf deinen Wunsch kostenlos Zugang zu deinem weclapp-System bekommen, in jedem Paket, auch in ERP Starter.

Rechtlich gilt für Deutschland: Eingehende Rechnungen bewahrst du umsatzsteuerlich acht Jahre auf (§ 14b Abs. 1 UStG), auch PDF-, Papier- und Kartenbelege; Bücher und Jahresabschlüsse zehn Jahre (§ 147 Abs. 3 AO). Die Frist läuft nicht ab, solange die Festsetzungsfrist für die betroffenen Steuern noch nicht abgelaufen ist. Bei einer E-Rechnung bewahrst du mindestens die strukturierten Daten (zum Beispiel die XML-Datei) unverändert auf. Für E-Rechnungen ist eine Archivierung außerhalb eines GoBD-konformen Systems laut BMF umsatzsteuerlich regelmäßig kein Verstoß; die GoBD für deine Buchführung klärst du mit deiner Steuerberatung.

In weclapp liegt die hochgeladene E-Rechnung am Beleg im Tab „Dokumente“; ab dem Offenen Posten ist sie laut Doku (Stand Dezember 2024) dauerhaft gespeichert und nicht mehr löschbar. In einem Testmandanten geprüft: weclapp legt die XML einer importierten E-Rechnung selbst als Dokument ab, per API lässt sich auch ein PDF anhängen; beide ließen sich unverändert abrufen. Einzelne Dokumente ließen sich nicht löschen, auch nicht vor dem Offenen Posten. Für OCR-, Papier-, Karten- und Mail2Invoice-Belege beschreibt die Doku nicht, wo die Originaldatei liegt; das haben wir nicht geprüft. Ob ein Scan das Papieroriginal ersetzen darf, klärst du vorab mit deiner Steuerberatung. Für Österreich gelten andere Regeln, mindestens sieben Jahre Aufbewahrung (§ 132 BAO): E-Rechnung in Österreich.

Das ersetzt keine Steuerberatung.

Wann passt das nicht?

Passt

  • Du bekommst regelmäßig Rechnungen von denselben Lieferant:innen und pflegst den Lieferantenstamm.

Passt nicht

  • Du erwartest, dass kein Mensch mehr einen Beleg ansieht.
  • Du nutzt weclappON: Die OCR-Erfassung ist dafür laut Doku nicht verfügbar.
  • Du hast nur eine Handvoll Belege im Monat (unsere Einschätzung): Dann reicht oft die manuelle Erfassung.

Häufige Fragen

Was macht Mail2Invoice?

Mail2Invoice (in allen drei Paketen enthalten, ab ERP Starter) liest einen Postfachordner, den du in weclapp verbindest, ungefähr alle fünf Minuten aus und legt PDF- und XML-Anhänge der letzten 30 Tage als Einkaufsrechnung an. E-Rechnungen werden validiert, PDF-Rechnungen optional per OCR gelesen. Die Rechnung steht danach im Status „Rechnung eingegangen“ und wartet auf deine Prüfung. Mails mit Fehlern oder ohne Rechnung kannst du in eigene Ordner verschieben lassen; richtest du sie ein, prüfst du sie regelmäßig.

Liest weclapp Papier- und PDF-Rechnungen automatisch ein?

Ja, per OCR, ausgeführt von Klippa als externem Dienstleister; eine Administrator:in muss dem zuvor zustimmen. Lieferant:in, Rechnungsnummer, Datum, Positionen und Beträge werden vorbelegt, die Rechnung erscheint im Status „Rechnung eingegangen“. Eine Trefferquote sichern wir nicht zu. Prüfen musst du jeden Beleg. Gutschriften und Stornos erfasst die OCR nicht.

Darf ich PDF-Rechnungen von Lieferant:innen noch annehmen?

In Deutschland ja, übergangsweise: Ein einfaches PDF ist seit 2025 eine sonstige Rechnung, zulässig mit deiner Zustimmung für bis Ende 2026 ausgeführte Umsätze, bei höchstens 800.000 € Vorjahresumsatz der Aussteller:in bis Ende 2027. Rechnungen bis 250 € dürfen dauerhaft PDF sein (§ 33 UStDV). E-Rechnungen musst du seit 01.01.2025 empfangen können. In Österreich gilt ein PDF mit Zustimmung als elektronische Rechnung. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Kann weclapp Eingangsrechnungen auch bezahlen?

Ja, über den Zahllauf, wenn dein Bankkonto über Tink oder finAPI angebunden ist (Doku-Stand 2024). Bei Tink bestätigst du die Zahlung auf der Seite des Dienstleisters, bei Bedarf mit PIN oder TAN. Sammelüberweisungen gehen nur über finAPI und nur, wenn die Bank mitspielt. Ohne Anbindung erzeugst du eine SEPA- oder SWIFT-Datei für dein Onlinebanking.

Wie kommt meine Steuerberatung an die Belege?

Auf Wunsch kostenlos über einen Steuerberater-Zugang. Den Steuerberater-Zugang gibt es in jedem Paket, auch in ERP Starter. Für die Übergabe gibt es in jedem Paket DATEV-Export und BMD-Export. Welche Variante deine Kanzlei bevorzugt, klärst du vorab mit ihr. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Wie lange muss ich Eingangsrechnungen in Deutschland aufbewahren?

Umsatzsteuerlich acht Jahre (§ 14b Abs. 1 UStG); die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die Rechnung ausgestellt wurde. Daneben gilt die Abgabenordnung: Die Frist läuft nicht ab, solange die Festsetzungsfrist der betroffenen Steuern noch nicht abgelaufen ist (§ 147 Abs. 3 AO). Das gilt auch für PDF- und Papierrechnungen. Bei einer E-Rechnung bewahrst du mindestens die strukturierten Daten unverändert auf. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Lass uns deinen Rechnungseingang einmal durchgehen.

Im Gespräch klären wir Eingangswege, Kontierung und Zahllauf für dein weclapp-System.

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