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Power Automate wie Code – und warum nicht jede Automatisierung einen MCP-Server braucht

Power Automate wie Code – und warum nicht jede Automatisierung einen MCP-Server braucht

Ehrlich gesagt: Wer 2026 Microsoft-Power-Automate-Flows noch Klick für Klick im Browser zusammenbaut, verschenkt Zeit. Flows sind Logik. Und Logik gehört versioniert, reviewbar und reproduzierbar – nicht in eine UI geklickt und gehofft, dass beim nächsten Deploy nichts kaputtgeht.

Gleich die zweite unbequeme These hinterher: Nicht jede Automatisierung braucht einen MCP-Server. Das schreibe ausgerechnet ich – der vor ein paar Wochen seinen eigenen weclapp MCP-Server gezeigt hat. Genau deshalb darf ich es sagen: MCP ist ein starkes Werkzeug, aber kein Glaubensbekenntnis. Manchmal reicht ein Skill und ein CLI-Tool. Und du sparst dir den ganzen Server.

Was wir veröffentlicht haben

claude-power-automate ist eine Suite aus sechs Claude-Code-Skills und einem schlanken, lokalen CLI. Damit behandelst du Power-Automate-Cloud-Flows wie Code: live ziehen, diffen, deployen, verifizieren – und bei Störungen aus der Run-History forensisch analysieren. MIT-Lizenz, Status Beta v0.1, öffentlich auf GitHub.

Kein Server. Keine App-Registrierung. Keine Secrets.

Das Besondere an der Suite ist, was nicht drin ist:

  • Kein MCP-Server – und überhaupt kein Server.
  • Keine App-Registrierung in Azure / Entra.
  • Keine gespeicherten Secrets.

Die Authentifizierung läuft ausschließlich über deine bestehende az login-Session via Azure CLI. Du loggst dich einmal interaktiv ein, und der Rest passt. Es werden nur kurzlebige OAuth-Tokens verwendet; das Tool speichert nichts außer dem nicht-geheimen Ziel eines Befehls – welche Umgebung, welcher Flow. Lokal bei dir, ohne Hosted-Service, ohne laufende Kosten. So einfach wie möglich – und in der Praxis erstaunlich effektiv.

Flows wie Code: pull → diff → deploy → verify

Der Kern des CLI ist ein sauberer Lebenszyklus für jeden Flow:

  • pull / backup – schreibt definition + connectionReferences des Live-Flows in eine JSON-Datei.
  • diff / verify – vergleicht dein lokales Artefakt gegen den Live-Flow (--unified für den vollen Diff).
  • deploy – diff → Backup → Patch → Verify. Erst --dry-run, dann scharf. Jeder Deploy liest den Live-Flow zuerst, schreibt ein zeitgestempeltes Backup und liest den Flow danach zur Kontrolle zurück.
  • create – neue solution-fähige Cloud-Flows anlegen (nur in DEV deployen).
  • runs / run-detail – Run-History und Per-Action-Details für die Fehleranalyse.
  • start / stop – Flow an- oder ausschalten.

Damit bekommst du eine echte DEV → PROD-Pipeline für Flows: diffbar, reviewbar, sicherbar.

Sechs Skills, die Claude verlässlich machen

Damit Claude bei Power-Automate-Arbeit nicht rät, bringen sechs Agent-Skills das Domänenwissen und die Leitplanken mit:

  • power-automate-api-client – treibt das CLI: pull, diff, deploy, create, Run-History.
  • power-automate-docs – Doku-Router auf die jeweils richtige Microsoft-Learn-Quelle.
  • power-automate-expression-syntax – Ausdrücke schreiben und prüfen; Workflow Definition Language (Cloud-Flows) sauber von Power Fx (Desktop-Flows) trennen.
  • power-automate-action-configuration – Trigger, Actions und connectionReferences (Outlook, SharePoint, Dataverse, HTTP) korrekt konfigurieren.
  • power-automate-workflow-patterns – Flow-Architekturen entwerfen: Trigger, Scopes, Error-Handling – inklusive Übersetzung von n8n-Routinen nach Power Automate.
  • power-automate-run-forensics – read-only Incident-Diagnose aus der Run-History, bevor irgendein Flow-Code angefasst wird.

Für wen das gedacht ist

Für alle, die Power Platform ernsthaft betreiben: Power-Automate-Admins und -Entwickler:innen, ERP- und Automatisierungs-Teams, alle, die Flows endlich wie Code behandeln wollen. Wenn du heute schon mit Claude Code, n8n oder der Azure CLI arbeitest, fühlt sich das sofort vertraut an.

Noch Beta – und bewusst früh öffentlich

Das ist frühe Software (v0.1). Die CLI-Oberfläche, Befehls-Ausgaben und Skill-Inhalte können sich zwischen 0.x-Releases ändern – wenn du dich darauf verlässt, pinne auf ein Tag. Wir stellen es trotzdem jetzt schon öffentlich: Feedback und Issues sind ausdrücklich erwünscht. Wenn dir etwas fehlt oder etwas hakt, sag es uns.

Hinweis: claude-power-automate ist nicht mit Microsoft oder Anthropic affiliiert. „Power Automate“, „Power Platform“ und „Dataverse“ sind Marken von Microsoft, „Claude“ ist eine Marke von Anthropic – hier nur als Bezug genannt.

Loslegen

  • Repo & Doku: github.com/Wals-pro/claude-power-automate
  • Installation: pip install "git+https://github.com/Wals-pro/claude-power-automate@v0.1.0" – benötigt Python 3.10+ und die Azure CLI.
  • Du willst Power Automate oder weclapp sauber automatisieren? Lass uns reden: wals.pro/termin